Interview Franziska

Franziska – Teilnehmerin 2020

Erzähle uns bitte kurz etwas über dich:

„Normalerweise sind meine Hobbys eher an Land – ich fahre MTB auf den Freiburger Trails, mache Taekwondo und zeichne/schreibe gerne. Ich habe gerade mein Staatsexamen Lehramt für Deutsch, Englisch, Biologie und Schwedisch fertigbekommen und liebe es, mich in unterschiedliche Bereiche und neue Herausforderungen zu stürzen. Da kann man sehr viel über sich lernen, das Leben bleibt ja eine große Schule (Zwinkersmiley), wenn man es nur lässt.“

Was fällt dir als erstes ein, wenn du an Unterwasserwelten denkst?

„Meinen Körper runterzufahren, ruhig zu werden. Ständig etwas zu entdecken!“

Warum hast du dich beworben?

„Ich habe die ‚Werbung‘ in meiner Unigruppe gesehen, und es meinem damaligen Freund (eher im Scherz) gezeigt, der viel Taucherfahrung hat und mich direkt mitgezogen hatte. Ich fand die Herausforderung und Möglichkeit dann interessant, etwas zu machen, wozu ich noch nie die Chance hatte, und auch für meine Biolehrerkarriere ein paar praktischere Bilder zu sammeln von einem Ökosystem, dass ich so noch nie sehen/betreten konnte. Obwohl ich wegen meiner Tiefenangst, nun ja, Angst hatte, bin ich am Ende (allein) gefahren, und konnte meine eigenen Erfahrungen sammeln.“

Was hast du gelernt?

„Dass es manchmal mehr Zeit braucht, als ich mir selbst geben möchte, um etwas Neues zu lernen. Dass Menschen im Durchschnitt kleine Müllschweine sind (guti, das wusste ich schon vorher, aber es war nochmal etwas ganz anderes, den Müll selbst an- und wegzupacken) und wie spannend es sein kann, die Zusammenhänge in einem Ökosystem zu entdecken.“

Was war deine schönste Erfahrung?

„Vor dem Camp hatte ich eher Angst vor dem was im See unten ‚lauert‘ – die Tiefe, selbst das Leben im Wasser, das Dunkle/Unbekannte. Zu merken, wie ich meinen Körper besser kennenlerne, besser steuern kann und genau diese Ängste nicht nur abbaue, sondern in eine neue Passion umwandeln konnte, war insgesamt die schönste Erfahrung. Müsste ich einen Moment rauspicken, dann als ich mich mit meinem Buddy Leandra das erste Mal beim Schnorcheltauchen wirklich gefunden hatte (wir sind ziemlich lange immer aneinander vorbeigetaucht haha). Wie wir wirklich zusammen beim Grundwasser im Fohlengarten nebeneinander die Unterwasserwelt erkundet konnten – das war ein mega schöner Moment.“

Was hat sich nach bzw. durch das Unterwasserwelten Camp für dich verändert?

„Eine erblühende Passion fürs Freitauchen (ich war vorher nur ein Mal Flaschentauchen probieren, und jetzt kommt mir das etwa vor, wie selbst Radfahren gegen e-biken). Mich selbst wieder mehr wahrnehmen. Und irgendwie eine Mischung aus bewegender Inspiration und desillusionierendem Schock über die Vermüllung unserer (Wasser)Welt.“

Beteiligst du dich noch aktiv an Unterwasserwelten? Wenn ja, wie?

„Ich möchte gern bei Aktionen in und um Freiburg dabei sein/bleiben, wenn es zeitlich passt. Und wenn Bedarf/Möglichkeit ist, würde ich gern irgendwann als Teamer zurückkommen 🙂 “

Wenn dich jemand fragen würde, ob er/sie sich für das Unterwasserwelten Camp bewerben soll, was würdest du ihr*m empfehlen?

„Einfach mal machen!“

Was wünscht du dir für die Zukunft von Unterwasserwelten?

„Dass es weiter stattfinden, Menschen inspirieren und ein Netzwerk wachsen lassen kann.“