Unterwasserwelten Camp 2018 – Plastik Edukation – Tag 7 bis 9

Tag 7/10  im Unterwasserwelten Camp – Filmdreh am See, Collective Innovation Workshop mit Henrik und Kanutour mit Pari von Making Oceans Plastic Free

An Tag 7 ging es an den Matschelsee , der ganz in der Nähe des Unterwasserwelten Camps liegt. Dort hatten wir Besuch von Nadine von Das Ding Freiburg, die Henrike bei ihren Abenteuern in der Unterwasserwelt filmte: „In die Tiefe mit einem Atemzug: Henrike lernt Apnoe-Tauchen“ Den Bericht könnt ihr hier sehen!

Filmdreh mit Das Ding Freiburg "In die Tiefe mit einem Atemzug: Henrike lernt Apnoe-Tauchen"
Filmdreh mit Nadine von Das Ding Freiburg „In die Tiefe mit einem Atemzug: Henrike lernt Apnoe-Tauchen“
Das Ergebnis von unserem 10 Minuten Cleanup am Morgen…

Nach einer Abkühlung am Matschelsee ging es für die Teilnehmer zum „Collective Innovations Workshop“ mit Henrik Langholf. Das Wort Innovation leitet sich von dem lateinische Verb „innovare“ ab. Es bedeutet „erneuern“. Aber was sollen die Teilnehmer „erneuern“?

In unserer heutigen Welt haben wir „neue“ Probleme und deshalb können „alte“ Lösungen auch nicht helfen, Mara.

Eines der Probleme, das im Unterwasserwelten Camp immer wieder eine Rolle spielt, ist die Verschmutzung unserer Ökosysteme mit Plastik. Kunststoffe werden erst seit 1907 industriell hergestellt (vgl. Umweltbundesamt). Ihre Langlebigkeit und kostengünstige Herstellung sind ein Problem, besonders für unsere Ozeane, in denen tagtäglich das ausgediente Plastik in rauen Mengen landet. Für „neue“ Probleme solchen Ausmaßes sind neue Lösungsstrategien gefragt. Das Camp bietet den Rahmen, um in der Gemeinschaft über Probleme zu reden und gemeinsam Lösungen zu finden.

Collective Innovations Workshop
Collective Innovation Workshop mit Henrik

Das viel Potenzial in der Gemeinschaft liegt, fasst Kathrin gut zusammen:

„Für mich gab es einen Wendepunkt an dem Tag, an dem wir die Workshops hatten. Als ich gemerkt habe, dass jeder hier offen, interessiert und fasziniert ist. Das hat mich selbst dazu gebracht inspirativ zu denken und in mir wurden ganz viele Ideen und Kraft geweckt!“

Und auch für Giulia spielt die Gemeinschaft im Camp eine ganz besondere Rolle:

„Die Atmosphäre war so super zwischen dem Team und uns Teilnehmern. Wir haben uns gegenseitig motiviert und inspiriert und konnten super offen über unterschiedlichste Dinge reden. Ich habe an mir selbst gemerkt, dass ich viel aktiver Fragen stelle. Früher hat mir da oft der erste Schrift gefehlt, aber hier im Camp konnte ich das ablegen. Einfach weil die Atmosphäre so toll war!“

Tag 8/10 im Unterwasserwelten Camp – Kanutour mit Pari von Making Oceans Plastic Free

Am nächsten Tag hatten wir Besuch von Pari mit dem es ins Naturschutzgebiet Taubergießen ging. Pari ist selbst Gründer und hat ein ambitioniertes Ziel: Die Meere plastikfrei machen!

Pari von Making Oceans Plastic Free mit Unterwasserweltencamp 2018 - Plastikedukation
Unterwasserweltencamp 2018 – Plastikedukation im Taubergießen mit Pari von Making Oceans Plastic Free

Pari erzählte von seinem Projekt: „Making Oceans Plastic Free“ (MOPF). Das Ziel von MOPF ist es mit Forschung, Design und Kommunikation gute Ideen zu unterstützen, die das Potential haben, Verhaltensänderungen herbeizuführen.

„Nothing that we use for 5 minutes, should pollute our oceans for 500 years.“ – Making Oceans Plastic Free

Das Projekt Tasini von MOPF, das seinen Ursprung in Indonesien hat, soll dabei helfen mit Gewohnheiten zu brechen und Plastiktüten im Alltag ersetzen!

Tasinis sind wiederverwertbare, umweltfreundliche Einkaufstüten in der Form von kleinen Kuscheltieren, die am Schlüsselbund befestigt werden können, so dass man sie praktisch nicht vergessen kann.
 
Aber natürlich ging es auch darum, gemeinsam Spaß zu haben und alles hinter sich und die Seele baumeln zu lassen. Dazu eignen sich die Altrheinarme in den Auen des Taubergießens perfekt. Plötzlich ist man inmitten der Wildnis, wo man sie kaum erwartet und kann auf Entdeckungstour gehen. Letztendlich sind es solche wunderschönen Ökosysteme, die es gilt zu erhalten und zu schützen. An dieser Stelle bedanken wir uns auch noch mal ganz herzlich bei Thomas von Wildsport Tours,  der uns ihre Kanus für unsere Tour zur Verfügung gestellt hat! Definitiv eine super Adresse, wenn ihr jetzt selbst losziehen wollt.
 
Unterwasserweltencamp 2018 - Plastikedukation im Taubergießen
Unterwasserweltencamp 2018 – Plastikedukation im Taubergießen
Unterwasserweltencamp 2018 - Plastikedukation im Taubergießen
Unterwasserweltencamp 2018 – Plastikedukation im Taubergießen
Pari von Making Oceans Plastic Free mit Unterwasserweltencamp 2018 - Plastikedukation
Unterwasserweltencamp 2018 – Plastikedukation im Taubergießen mit Pari von Making Oceans Plastic Free
Unterwasserweltencamp 2018 - Plastikedukation im Taubergießen
Unterwasserweltencamp 2018 – Plastikedukation im Taubergießen
Unterwasserweltencamp 2018 - Plastikedukation im Taubergießen
Unterwasserweltencamp 2018 – Plastikedukation im Taubergießen

Tag 9/10 im Unterwasserwelten Camp – Aki von Coralive ist zu Besuch und das Abschlussevent steht bevor

Der vorletzte Tag steht an und nach einem gemeinsamen Frühstück stellte Aki von Coralive sein Projekt vor.  Coralive hilft dabei sensible Ökosysteme, wie Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen wieder auf zubauen. Diese Ökosysteme sind miteinander vernetzt. Häufig legen Fische ihre Eier in Seegras ab. Wenn die Fische wachsen und eine bestimmte Größe erreicht haben, verstecken sie sich in den Mangrovenwäldern, wo sie Schutz finden. Später dann ziehen sie weiter, um in den Korallenriffen zu leben. Wenn eines dieser Ökosysteme gestört oder sogar zerstört ist, ist der Lebenszyklus unterbrochen und die Fischpopulation nimmt ab. Das wiederum wird für Fischer ein Problem, deren Lebenserhalt vom Fischen allein abhängt, wie es in Entwicklungsländern häufig der Fall ist, und ein Rattenschwanz an Problemen entsteht.

Unterwasserwelten Camp Teilnehmer 2018 - Plastik Edukation
Aki und die Unterwasserwelten Camp Teilnehmer 2018, Co-Campleiter Oli & Sophie, Unterwasserwelten  Initiator Daniel, Contentblogger Mara und Designerin Viki

Deshalb will Aki die Meere schützen.

As a diver, I like being in the water. I have seen how amazing the underwater world can be – I saw the beauty of it but also the destruction and decline of diversity. I wanted to do something for the coming generations and try everything to make the ocean a better place than it is at the moment.

Coralive nutzt die sogenannte „mineral accretion technology“. Dabei werden Käfige über die Korallen platziert, die schwache elektrische Stromimpulse an die Korallen weiterleiten. Diese Stromimpulse lassen die Korallen deutlich schneller wachsen. Aki sagt allerdings, dass dies keine Langzeitlösung sein kann, um Korallenriffe zu schützen. Vielmehr ist es nur eine kurzfristige Lösung, um das schlimmste zu verhindern, solange die Menschheit (noch) nicht in der Lage ist den CO2 Austoß zu reduzieren.

Abschlussevent im Camp

Am vorletzten Tag hatten die Campteilnehmer noch einmal Zeit kreative Beiträge für den Abschluss zusammen zu stellen und die Zeit Revue passieren zu lassen.

Unterwasserwelten-Abschlussevent
Unterwasserwelten-Abschlussevent, Esther, Kathrin und Henrike, Johane

Vom Gedicht über Geschichten, vom Workshop und Unterwasseraufnahmen war alles dabei und die Teilnehmer teilten ihren kreativen Flow mit allen anderen.

Unterwasserwelten Abschlussevent
Unterwasserwelten Abschlussevent, Johannes, Nico und Kathrin

Was die Teilnehmer alles auf die Beine stellten, wollen wir bei unserem gemeinsamen Abschlussevent, auf dem auch der Abschlussfilm gezeigt wird in Freiburg  im November mit ALLEN teilen. Sobald der Termin feststeht werden wir ihn auf der Webseite veröffentlichen! Wer sich zum Unterwasserwelten-Newsletter anmeldet wird automatisch informiert!

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